Matterhorn des Zittauer Gebirges, der Scharfenstein


Wir sind zwei Tage unterwegs in Deutschlands kleinstem Gebirge, dem Zittauer Gebirge. Die ersten anderthalb Tage hatten wir wettertechnisch Pech. Der Regen hat uns nur kleine Touren machen lassen. Dabei haben wir eine 8 Kilometer lange Wanderung rund um den Ort Oybin unternommen. Wer mehr über das Zittauer Gebirge erfahren will, kann sich gerne unsere erste längere Tour ansehen: https://fototour-deutschland.de/portfolios/zittauer-gebirge-felsengasse/

An unserem letzten Tag soll morgens schon die Sonne raus kommen. Daher wollen wir zum Abschluss eine kurze Tour unternehmen, um den Sonnenaufgang über dem Zittauer Gebirge zu fotografieren. Da es die Tage davor viel geregnet hat, hoffe ich auch auf schöne Nebelstimmungen. Nach kurzer Überlegung entscheiden wir uns zum Sonnenaufgang nochmal auf den Scharfenstein zu wandern. Sein Ausblick und seine Felszacken sind unglaublich schön. Bei der gestrigen Tour haben wir den markanten Felsen mit seinem grandiosen Ausblick bereits bestiegen. Auf 569 Meter Höhe ragt er als 25 Meter hoher Felsturm aus der bewaldeten Waldebene hervor. Wegen seiner markanten Form nennt man ihn auch das Matterhorn des Zittauer Gebirges bzw. das Lausitzer Matterhorn. Über Treppen kann man den Felsen auch besteigen. Wir suchen für diese Morgentour den schnellsten Weg zum Aussichtspunkt.

Huawei P30pro
X-H1|13.0 sec|f/4.0|ISO400|16.10,06:49|16.6 mm|

X-H1|1/250 sec|f/4.0|ISO640|16.10,07:30|10.0 mm|

Wir wollen vom Parkplatz bei der Kammstraße 30 im Luftkurort Lückendorf starten. Vor dem Ort gibt es einige Parkbuchten am Straßenrand. Wir halten hier kurz an und schauen in die Ebene Richtung Südosten nach Tschechien. Der erste Blick sieht nicht so gut aus. Der Himmel ist immer noch dicht bewölkt. Aktuell können wir uns nicht vorstellen, dass die Sonne noch tatsächlich raus kommt. Aber da wir ja schon vollgepackt unterwegs sind, wagen wir die Tour trotzdem. Wir fahren noch ein Stück weiter zum Parkplatz in Lückendorf. Von hier aus geht es nach kurzer Zeit links den Berg hoch. Nach nur 1,3 Kilometern und 30 Minuten erreichen wir die Aussicht auf dem Scharfenstein. Und diesmal hat sich der Weg gelohnt. Der Himmel reißt auf, die Wolken fangen an orange-gelb zu leuchten. In wenigen Minuten muss die Sonne raus kommen. In der Ebene wabern mystische Nebelfetzen zwischen Bäumen und Felsen hervor. Wir freuen uns, dass wir die Tour gestartet haben. So eine tolle Stimmung ist selten.

X-H1|1/110 sec|f/5.6|ISO320|16.10,07:41|10.0 mm|
NIKON Z 6|1/320 sec|f/5.6|ISO200|16.10,07:50|65.0 mm|

Durch seine erhöhte Lage haben wir von hier einen grandiosen Ausblick. Richtung Osten und dem Sonnenaufgang sehen wir nach Tschechien und dem Jeschkengebirge. Richtung Norden geht der Blick zum Ameisenberg und dann Richtung Westen nach Oybin. Der Kurort liegt in einem Tal zu Füßen des Berges Oybin. Die Felsformation ist unglaublich fotogen. Wie ein ovaler Edelstein dominieren seine Felswände den Ort. Als Höhepunkt an diesem Morgen wird er von Nebelschwaden umgeben. So einen einmaligen Ort habe ich in Deutschland noch nicht gesehen. Links neben Oybin sehen wir den 750 Meter hohen Hochwald. Und daneben ragen die Kuppen der Mönchsfelsen und der Großen Felsengasse aus dem Wald hervor. Was für ein grandioser Ausblick.
Fotografisch setzen wir alle vorhandenen Objektive ein: Mit dem Weitwinkel bekommen wir auch noch die Felsen vom Scharfenstein mit ins Bild. Mit dem Standardzoom fotografieren wir Oybin und die Felsen in nächster Nähe. Und mit dem Teleobjektiv bannen wir die Berge und Bäume in Tschechien auf dem Chip. Auch mein Smartphone (Huawei P30 Pro) zaubert schöne Bilder dieser Szene.

X-H1|1/90 sec|f/5.6|ISO200|16.10,08:13|10.0 mm|
X-H1|1/210 sec|f/5.0|ISO200|16.10,08:13|24.0 mm|
NIKON Z 6|1/160 sec|f/5.6|ISO200|16.10,07:49|70.0 mm|
NIKON Z 6|1/160 sec|f/5.6|ISO200|16.10,07:48|54.0 mm|

Irgendwann müssen wir doch weiter. Wir fotografieren noch einige schöne Motive im Wald und machen uns dann auf zum Rückweg. Im Wald werden wir dann fast von einer Gruppe Läufer überrannt, die an einem Extrem-Marathon durch den Wald teilnehmen. Statt der erwarteten Ruhe sind wir mitten im XTERRA O-See Ultra Trail gelandet. Bis zu 65 Kilometer und 2000 Höhenmeter rennen die Teilnehmer das Zittauer Gebirge hoch und runter. Respekt für diese Leistung, uns reicht aber die ruhige Wanderung zu den schönsten Punkten im Zittauer Gebirge.

NIKON Z 6|1/20 sec|f/4.0|ISO200|16.10,08:19|24.0 mm|
X-H1|1/55 sec|f/4.0|ISO640|16.10,08:43|10.0 mm|

Beste Zeit:
Vormittags, nachmittags. Für stimmungsvolle Bilder zu Sonnenauf- oder -untergang.

Brennweiten / Technik:
Superweitwinkel, Standard, Tele für Aussichtspunkte

Anfahrt/ Parken:
Parkplatz Luftkurort Lückendorf
Kammstraße 30
02797 Oybin







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