Das kleinste Gebirge Deutschlands, unterwegs im Zittauer Gebirge


Unsere Herbsttour 2021 führt meinen Schwager Daniel und mich in eine uns unbekannte Gegend. 2 Tage wollen wir Deutschlands kleinstes Gebirge erkunden. Das Zittauer Gebirge hat eine Größe von 14 mal 4 Kilometern und eine Höhe von knapp 800 Metern. Es liegt im äußersten Südosten Deutschlands, und zwar in der Oberlausitz in Sachsen. Hier verläuft auch die Grenze zu Polen und zu Tschechien. Die bekanntesten Orte sind Zittau, Johnsdorf und Oybin.

Als ich das erste Mal ein Foto vom Zittauer Gebirge sehe, bin ich direkt Feuer und Flamme. Vulkanische Hügelkuppen, dichte Wälder und daraus ragen immer wieder fotogene Felsen hervor. Es sind einzelne Felsformationen wie in der Sächsischen Schweiz, wobei sie mich eher an den Pfälzer Wald erinnern, der von roten Buntsandsteinen geprägt wird. Wir haben uns in Johnsdorf einquartiert und starten unsere erste Erkundungstour am Rande des kleinen Ortes Oybin. Knapp 1 Kilometer unterhalb liegt an der Kammstraße (Floßbergweg) ein Wanderparkplatz. Von hier aus gehen wir zurück Richtung Oybin und treffen nach wenigen Minuten die gewaltigen roten Felskolosse des Kelchsteines. Als Tour haben wir uns eine Runde von knapp neun Kilometern ausgesucht, vorbei an verschiedenen Felsen und Aussichtspunkten. Die Tour führt uns auf einen Höhenzug Richtung Osten bis zum Gipfelkreuz des Töpfers.

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Was uns auf Anhieb auffällt, ist die herrliche Ruhe bei der Tour. Im Gegensatz zur sächsischen Schweiz, wo man von Menschenmassen überrannt wird, sind wir den ganzen Tag fast alleine unterwegs. Wobei ich fairerweise sagen muss, dass das Wetter sehr durchwachsen ist. Immer wieder kommen leichte Regenschauer runter und Nebelschwaden lassen die Landschaft noch geheimnisvoller erscheinen. Wir passieren eine lange Felswand die „Große Felsgasse“ und treffen immer wieder auf solitäre Felsen: Mönchkanzel, Taube und als Höhepunkt den Scharfenstein. Er ist ein frei stehender 569 Meter hoher Felsturm. Hier können wir bequem über Treppen auf den Berg steigen und auf Oybin schauen. Der Nebel ist schwächer geworden und wir können den Ort im Tal sehen. Nach weiteren 1,2 Kilometern erreichen wir den Töpfer. Hier treffen wir auf weitere Wanderer. Der Töpfer ist ein größeres Felsplateau, auf dem mit der Töpferbaude ein Ausflugsrestaurant die Wanderer anzieht. Hier kann man in der Sommersaison auch mit dem Gebirgsexpress hochfahren. Daneben gibt es hier ein fotogenes Gipfelkreuz, einen weiten Blick Richtung Zittau und verschiedene Felsformationen zu sehen. Das Imposanteste ist eine Felsentour, welche über eine Treppe bestiegen werden kann. Mehr Informationen zum Töpfer findet ihr hier:
www.toepferbaude.de

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Beste Zeit:
Vormittags, nachmittags. Für stimmungsvolle Bilder zu Sonnenauf- oder -untergang.

Brennweiten / Technik:
Superweitwinkel, Standard, Tele für Aussichtspunkte

Anfahrt/ Parken:
Wanderparkplatz Kammstraße, Floßbergweg
02797 Oybin
8 Kilometer Wanderung Richtung Nordosten und zurück.







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