Topspots im Tecklenburger Land

Meine Schwiegereltern wohnen im Kurort Bad Rotenfelde, der am Rande des Teutoburger Waldes liegt. Westlich davon beginnt das Tecklenburger Land. Viele Orte kenne ich da selbst noch nicht, daher war es für mich spannend, was es da in der Nähe alles an tollen Motiven zu entdecken gibt.
Die Tecklenburger Land Tourismus e.V. hat mich mit den passenden Zielen versorgt. Zusammen mit meiner Nichte Lisanne und meinem Hund Himiko als Verstärkung nehmen wir euch mit zu den Highlights und schönsten Orten im Tecklenburger Land.

Was ist überhaupt das Tecklenburger Land? Es ist eine Region im Nordwesten von Nordrhein-Westfalen, die aus 11 Städten und Gemeinden besteht. Grob gesagt liegt es zwischen Osnabrück im Norden und Münster im Süden. Der Name selbst kommt von der historischen Grafschaft Tecklenburg. Das Besondere ist hier die Vielzahl an unterschiedlichen Orten und Motiven. Die Landschaft ist geprägt von einer Mischung aus Feldern und Wäldern und vielen einsamen Bauernhöfen. Durch die Ausläufer des Teutoburger Waldes gibt es hier auch viele Felsformationen und Aussichtspunkte. Zusätzlich prägen hier auch viele Wasserstraßen, Kanäle, Seen und Moore den Beginn der norddeutschen Tiefebene. Als weitere Ziele haben wir einen Canyon, schöne Fachwerkhäuser, Mühlen und alte Städte auf dem Programm.


Dörenther Klippen, das Hockende Weib

Wir starten unsere Tour bei den Dörenther Klippen. Das ist ein vier Kilometer langer Höhenzug am westlichen Rande des Teutoburger Waldes. Er liegt auf einer Höhe von 160 Metern. An verschiedenen Stellen im Wald liegen fotogene Sandsteinformationen verteilt. Sandstein ist mein Lieblingsfels. Er ist ein sehr weicher Fels, der schnell zerfällt und dann markante und skurrile Formen bildet. Vom schönen Wanderweg aus sind viele fotogene Felsen zu sehen. Der bekannteste Fels ist das hockende Weib. Er erhebt sich 40 Meter in die Höhe und soll einem hockenden Weib ähneln, daher der Name.

Beim Wanderparkplatz „Dörenther Klippen“ startet die 10 Kilometer lange Rundwanderung, die Teutoschleife „Dörenther Klippen“. Wir erreichen das hockende Weib nach 900 Metern. Ich war jetzt mehrfach dort, die schönste Zeit ist eindeutig im Herbst. Bei meinem letzten Besuch im Herbst 2020 leuchten farbige Blätter zwischen den Felsen im Nebel hervor.

Anfahrt/ Parken:
Wanderparkplatz Dörenther Klippen.
Vom Ortsrand von Ibbenbüren fährt man auf der B219
Richtung Dörenthe und erreicht nach 1,6 Kilometern
auf der linken Seite den Parkplatz.

Brennweiten/Beste Zeit:
Weitwinkel (10 mm), um die Felsen und das hockende Weib vollständig ins Bild zu bekommen.
Standardzoom (18-50 mm) für Details wie fotogene Wurzeln und Bäume.
Morgens, im Herbst.

Hinweise:
Drohne und Biken ist nicht erlaubt, die Dörenther Klippen sind ein Naturschutzgebiet.
Hunde müssen an die Leine (auch zur eigenen Sicherheit).
Vorsicht, vor allem bei Nässe sind die Sandsteine sehr glatt.

X-H1|1/80 sec|f/4.0|ISO640|23.10,09:02|10.0 mm|
X-H1|1/60 sec|f/4.0|ISO320|23.10,08:36|10.0 mm|

X-H1|1/170 sec|f/5.6|ISO320|29.05,08:48|10.0 mm|

Bocketal, Dreikaiserstuhl und Königsstein

Unsere nächste Tour führt uns nach Brochterbeck in Bocketal. Hier sind wir am östlichen Ende der Dörenther Klippen angelangt. Entweder kann man vom hockenden Weib aus drei Kilometer weiter wandern oder startet die Tour beim Wanderparkplatz „Im Bocketal“. Von hier aus erreicht man nach einem Kilometer die Anhöhe und begegnet verschiedenen Felsformationen im Wald. Markante Felsen sind hier der Dreikaiserstuhl und der Königsstein, den wir nach 900 Metern erreichen. Hier gibt es einen tollen Blick ins Bocketal zu sehen. Nach weiteren 500 Metern sind wir dann am Dreikaiserstuhl angekommen. Diese größere Felsformation liegt eingebettet zwischen Bäumen im Wald. Er wird auch zum Klettern genutzt und unter uns sind mehrere Kletterer dabei, den Felsen zu erklimmen. Die Landschaft hat einen spannenden Mix aus Wald und Felsen zu bieten. Diese sind hier auch aus Sandstein, fast rutsche ich wieder aus und kann mich gerade noch abfangen.

Anfahrt/ Parken:
Wanderparkplatz „Im Bocketal“
Im Bocketal 12, 49545 Tecklenburg (gegenüber dem Campingplatz Bocketal)

Brennweiten/Beste Zeit:
Weitwinkel (10 mm), um die großen Felsen ins Bild zu bekommen.
Standardzoom (18-50 mm) für Details wie fotogene Wurzeln und Bäume.
Morgens, Nebel, wenn die Sonne durch den Wald scheint.

Hinweise:
Eine Drohne ist nicht erlaubt.
Hunde müssen an die Leine (auch zur eigenen Sicherheit).
Vorsicht, bei Nässe sind die Sandsteine sehr glatt.

X-H1|1/120 sec|f/5.6|ISO320|29.05,10:28|18.2 mm|
X-H1|1/110 sec|f/5.6|ISO320|29.05,10:05|10.0 mm|

X-H1|1/210 sec|f/5.6|ISO320|29.05,10:25|10.0 mm|

Blaue Lagune, Canyon Lengerich

Nur 10 Kilometer vom Bocketal entfernt liegt am Rande des Ortes Lengerich ein ehemaliger Kalksteinbruch. Er wurde in den 1970er Jahren stillgelegt und füllte sich mit der Zeit mit Wasser. Sein türkisblaues Wasser brachte dem neu erstandenen See den Beinamen Blaue Lagune. Was sehr schade ist, dass der Zutritt direkt an den See nicht erlaubt ist. Rund um den See liegt heute ein größeres Naturschutzgebiet, daher ist der Zugang, das Baden und auch der Drohneneinsatz nicht erlaubt.
Dafür wurden rund um den See drei Aussichtspunkte errichtet. Hier verlaufen verschiedene Wanderwege wie die 5 Kilometer lange Teutoschleifchen Canyon Tour. Die untere Plattform hat für mich den schöneren, etwas näheren Ausblick auf den See. Die beiden oberen Ausblicke sind weiter entfernt vom Canyon. Dafür gibt es von dort aber den Blick weit in die Ebene und über Lengerich zu sehen.

Anfahrt/ Parken:
Ende der Martin-Luther-Straße, 49525 Lengerich
Von hier aus sind es 1,3 Kilometer zu allen drei Aussichtspunkten.

Alternativer Parkplatz:
Am Kleeberg 4, 49525 Lengerich

Brennweiten/Beste Zeit:
Standardzoom (18-50 mm), um den Canyon näher zu holen.
Tagsüber bei Sonne, dann leuchtet der See türkisgrün.

Hinweise:
Eine Drohne ist nicht erlaubt.
Hunde müssen an die Leine.
Nach längerem Regen sind die Wege sehr matschig und glatt. Wanderschuhe sind zu empfehlen.

X-H1|1/850 sec|f/5.6|ISO200|30.05,09:57|14.5 mm|
NIKON Z 6|1/500 sec|f/4.0|ISO100|14.02,18:00|70.0 mm|

Schöne Aussicht, Hörstel-Riesenbeck

Acht Kilometer von den Dörenther Klippen entfernt liegt unser nächster Stopp. Es geht hinauf zur „Schönen Aussicht“ in Hörstel-Riesenbeck. Über 256 Stufen geht es die Treppen der Himmelsleiter hoch. Den Weg zieren kleine bunt gemalte Steine. Direkt am Anfang gibt es eine kleine Kapelle mit einem fotogenen knorrigen Baum zu sehen. Oben angekommen stehen wir auf dem sogenannten „Balkon des Münsterlandes“. Der Blick geht hier weit über das Tecklenburger Land. Im Vordergrund können wir den Dortmund-Ems-Kanal sehen. Auch von unten gesehen macht der Aussichtspunkt was her, er wurde in Form einer Burgzinne gebaut.

Laut Drohnenapps ist der Flug hier erlaubt. Wir haben aktuell keine unbeteiligten Menschen in der Nähe, so dass ich in Ruhe einen kleinen Flug mit meiner Dji Mini2 starte. Aus der erhöhten Perspektive sind wieder schöne Bilder möglich.

Anfahrt/ Parken:
Am Teutohang 124, 48477 Hörstel
Direkt bei der Treppe gibt es einige Parkplätze.
Von hier aus sind es nur 250 Meter über 256 Stufen zum Aussichtspunkt.

Alternativer großer Parkplatz „Schöne Aussicht“.
Am Teutohang 110, 48477 Hörstel

Brennweiten/Beste Zeit:
Alle Brennweiten, Weitwinkel, Standardzoom (18-50 mm) oder Teleobjektiv für Details. Die Blickrichtung geht nach Süden, daher geht die Sonne seitlich versetzt auf und unter. Im Herbst und Winter passt dann der Winkel der auf- und untergehenden Sonne. Diese kann dann seitlich fotografiert werden.

X-H1|1/300 sec|f/5.0|ISO400|28.05,20:18|10.0 mm|
FC7303|1/400 sec|f/2.8|ISO100|28.05,20:00|4.5 mm|

FC7303|1/40 sec|f/2.8|ISO100|28.05,20:18|4.5 mm|

Bergeshöveder Steg, Nasses Dreieck

Für unseren letzten Termin bleiben wir in Hörstel. Nur drei Kilometer weiter parken wir beim
Nassen Dreieck. Hier trifft der Dortmund-Ems-Kanal auf den Mittellandkanal. Seine architektonische Besonderheit ist die historische Fußgängerbrücke aus Stahl und Holz, der Bergeshöveder Steg. Ich bin das erste Mal hier und bin begeistert: Es ist ein ruhiger wunderschöner Ort. Kanäle, Sitzbänke, Natur, Schiffe und schöne Gebäude liegen um den Bergeshöveder Steg. Obwohl es Freitagabend ist, herrscht hier eine wunderschöne Ruhe. Wir fotografieren rund um die Fußgängerbrücke. Dann wechseln wir die Kanalseite. Von hier ist der Treffpunkt der beiden Kanäle besser sichtbar, am Ufer steht hier noch die fotogene Red Box. Dies ist ein Infopavillon zur Kanalschifffahrt, der einen schönen Farbfleck unter den grünen Bäumen darstellt.

Wir erwischen einen grandiosen Sonnenuntergang, große farbige Wolken türmen sich über dem Nassen Dreieck auf. Nachdem die ersten Lichter angehen, fotografieren wir noch einige Bilder im Instagramstil. Lisanne hat ihre gelbe Regenjacke angezogen 🙂 und bekommt noch eine Abendlampe als Accessoire in die Hand.
In der Nähe gibt es noch weitere interessante Fotomotive wie der Steg am Torfmoorsee oder das Kloster Gravenhorst. Leider schaffen wir es diesmal zeitlich nicht mehr, diese zu besuchen.

Anfahrt/ Parken:
Am Hafen, 48477 Hörstel
Wir parkten am Rand von Hörstel in der Nähe der Straße „Am Hafen“.

Brennweiten / Beste Zeit:
Alle Brennweiten, ein Weitwinkel (10 mm für die Brücke), Standardzoom (18-50 mm) oder ein Teleobjektiv für Details oder die Red Box von der anderen Kanalseite aus.
Der Blick ist hier in alle Himmelsrichtungen möglich.

X-H1|1/105 sec|f/4.0|ISO400|28.05,21:20|10.0 mm|
NIKON Z 6|1/30 sec|f/4.0|ISO2500|13.02,06:13|29.0 mm|
X-H1|0.6 sec|f/20|ISO200|28.05,21:25|10.0 mm|
NIKON Z 6|1/15 sec|f/4.0|ISO50|13.02,05:50|51.0 mm|






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