Aufstieg zur Spitze, Partnachklamm, Garmisch-Partenkirchen


Auf unserer Tour durch die Voralpen machen wir Halt an einer der schönsten Klamms in Bayern – der Partnachklamm. Diese 700 Meter lange Klamm wurde früher genutzt, um Brennholz aus dem Reintal nach Partenkirchen zu transportieren. Wo früher eine Begehung lebensgefährlich sein konnte, ist der Besuch für uns heute unkompliziert und sicher. Aber Natur bleibt immer Natur: Beim ersten Besuch der Klamm vor einigen Jahren mit meinem Sohn, wurde eine Frau am Eingang der Klamm von einem Stein getroffen und verletzt.

Und so nutzen wir die Gelegenheit, die Schlucht fotografisch zu erkunden. Gleichzeitig verläuft durch die Klamm auch der leichteste Wanderweg zur Zugspitze – trotzdem immerhin noch 21 Kilometer – so trifft man also auch auf Wanderer, die sich dann von hier aus auf den Gipfel machen. Generell ist die Klamm ohnehin Ausgangspunkt für diverse Wanderungen mit unterschiedlichsten Entfernungen und Schwierigkeitsgraden. Da ist für jeden etwas dabei. Wir erreichten gegen 08:30 Uhr das Kassenhäuschen, bezahlen unseren Obolus von € 6 beim freundlichen Klammpersonal, und machen uns – mit Maske ausgestattet, die war auch zu diesem Zeitpunkt der Coronapandemie Pflicht  – auf, in die Klamm.

Pixel 3a|1/25 sec|f/1.8|ISO146|11.10,09:55|4.4 mm|
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Erster und wichtigster Tipp: Früh ankommen! So konnten wir relativ ungestört unsere Stative aufbauen und trotz der Enge auf dem Pfad einige schöne Langzeitbelichtungen machen und die Stimmung in der Klamm einfangen. Nur drei Stunden später – zugegebenermaßen Sonntag und somit Ausflugstag für viele Familien – schoben sich buchstäblich hunderte Spaziergänger den Weg zur Klamm entlang. Das reicht dann nur noch für ein paar Schnappschüsse in der Kamm selbst.

Die Partnach fängt man am besten mit Stativ und einer Belichtung von mindestens zwei Sekunden ein – so erscheint der Wildbach als weißes Band, das sich durch die Klamm schlängelt. Es lohnt sich auch, immer mal wieder nach oben zu schauen – an vielen Stellen fällt das Wasser über Steinüberhänge in die Klamm. Zusammen mit der dem Licht, was von oben in die Klamm einfällt, ergeben sich dadurch schöne Bildkompositionen.

X-H1|1.4 sec|f/4.0|ISO320|11.10,09:36|15.1 mm|
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Möchte man die ganze Szene erfassen, ist zumindest ein Superwinkel, eher noch ein Panoramabild erforderlich – die Klamm ist mit 80 Metern sehr hoch und an vielen Stellen anders nicht zu erfassen. Hat man dann die Klamm durchquert, lohnt sich auf jeden Fall auch der Rückweg über den Höhenweg.

Er führt auch noch mal an Brücken über die Klamm vorbei und bietet so noch einmal neue und schöne Perspektiven. Insgesamt haben wir ca. drei Stunden in der Klamm verbracht. Auf dem Rückweg zum Parkplatz an der Sprungschanze haben dann auch schon die kleinen Kioske und Andenkenläden vor der Klamm aufgemacht, so dass man sich für den Rückweg noch mit einem Kaffee oder einem Snack stärken konnte.

Wann man in Garmisch-Partenkirchen  ist, sollte man die Klamm auf keinen Fall auslassen – gut zu erreichen, und mit seinem türkisgrauen Wasser zu jeder Jahreszeit ein tolles Fotomotiv.

X-T20|1/25 sec|f/4.0|ISO400|11.10,10:43|52.7 mm|
X-T20|6.0 sec|f/5.6|ISO200|11.10,09:42|46.3 mm|

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Profi-Tipp
Nutze ein Stativ und verwende Belichtungszeiten ab zwei Sekunden, um den Wildbach als weißes Band darzustellen. Brennweiten: 10 mm bis 24 mm und leichtes Tele für Detailaufnahmen.

Beste Zeit:
Die Klamm ist ganzjährig ein gutes Fotomotiv. Da sie von Wanderern stark frequentiert wird, solltet Ihr so früh wie möglich an der Klamm sein. Das Morgenlicht fällt dann auch schön in die Klamm. Die Partnachklamm kann je nach Witterung geschlossen werden. Dazu kann vorher die folgende Seite kontrolliert werden:
www.partnachklamm.de







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