Seit drei Monaten habe ich die DJI Mini 5 Pro, sie hat eine geniale Bildqualitüt. Sie ist mittlerweile meine achte Drohne und ersetzt meine beiden Drohnen, die DJI Mini 3 Pro und die DJI Air 3.
Die DJI Mini 3 Pro war zwei Jahre lang meine Hauptdrohne, nachdem ich zuvor eine DJI Mavic und die DJI Air 2 genutzt hatte. Beide hatten eine super Bildqualität, waren mir aber zu schwer. Ich habe in den letzten zwei Jahren als Tourismusfotograf viele Wanderungen durchgeführt. Meine längste Wanderung mit Fotogepäck ging in diesem Jahr über 30 Kilometer auf dem Westerwaldsteig. Da ist jedes Gramm wichtig – hier war die leichte DJI Mini 3 Pro mit ihrem Gewicht von 249 Gramm perfekt. Die Akkus wogen nur 80 Gramm.
Zusätzlich hatte ich mir dann doch noch die Air 3 gekauft, und zwar wegen ihrer Telelinse. Diese fand ich genial. Damit konnte ich an vielen Orten außerhalb von verbotenen Abschnitten, wie beispielsweise Naturschutzgebieten oder Industriegebieten, fliegen. Durch die Telelinse von 70 mm kommt man knapp dreimal näher an das Motiv heran als mit den 24 mm der Mini 3 Pro Linse. Aber ich wollte keine zwei Drohnen parallel betreiben.
Eine Drohne bleibt dann immer außer Benutzung, und als gewerblicher Fotograf muss ich die zweite Drohne extra versichern. Bei privaten Haftpflichtversicherungen oder Drohnenversicherungen ist die Versicherung einer weiteren Drohne oft inklusive. Und da ich als Tourismusfotograf oft auch lange Touren habe, ist mir die Air 3 als Standarddrohne zu schwer: Sie wiegt über 700 Gramm, ein Akku wiegt knapp 270 Gramm. Im Vergleich wiegen die beiden Drohnen mit drei Akkus und Controller:
- DJI Mini 3 Pro: ca. 900 g
- DJI Air 3: ca. 1,9 kg
Unterschiede zwischen DJI Mini 3 Pro, Mini 5 Pro und Air 3
Die DJI Mini 5 Pro wurde mit einigen genialen Features angekündigt, die für mich gegebenenfalls beide Drohnen ersetzen könnten. Wo liegen die genauen Unterschiede zwischen den drei Drohnen?
Dazu gibt es unzählige Seiten und Videos, die Technik und Unterschiede im Detail beleuchten. Daher will ich hier nur kurz die Parameter auflisten, die für mich für einen Wechsel wichtig waren.
| Modell | Sensor | Brennweite (KB-äqu.) & Blende | Hindernisvermeidung | Fotoauflösung | LED-Landelicht | Telelinse |
| DJI Mini 3 Pro | 1/1,3″ 48 MP | 24 mm – f/1.7 | vorne, hinten, unten | 48 MP | Nein | Digitalzoom |
| DJI Air 3 | 1/1,3″ 48 MP | 24 mm f/1.7 / 70 mm f/2.8 | omni-direktional 360° | 48 MP | Ja | optisch, 2. Linse |
| DJI Mini 5 Pro | 1″ 50 MP | 24 mm – f/1.8 | Rundum-erkennung | 50 MP | Ja | sensor-basierte Tele-Crop-Funktion |
Diese kleine Tabelle zeigt die wichtigsten Unterschiede.
Die Minis haben eine Flugzeit von rund 30 Minuten, in der Praxis (je nach Wind und Fluggeschwindigkeit) sind es etwa 25 Minuten. Hier hatte die Air 3 noch einen Vorteil, mit einer theoretischen Flugzeit von bis zu 45 Minuten. Die DJI Mini 5 Pro hat eine Rundumerkennung im Gegensatz zur DJI Mini 3 Pro, die seitlich keine Erkennung hatte. Der wichtigste Unterschied für mich ist der 1-Zoll-Sensor der DJI Mini 5 Pro. Diese Größe lässt bereits passable Bilder in der Dämmerung und eine bessere Dynamik erwarten.
Der geniale 2x-Zoom-Modus (48-mm-Med-Tele-Modus)
Zudem hat sie einen 2x-Tele-Modus, offiziell heißt dieser 48-mm-Med-Tele-Modus.
Eine zweifache digitale Vergrößerung hatte bereits die DJI Mini 3 Pro, aber das Ergebnis sah nicht besonders gut aus – es war ein Digitalzoom. Das Ergebnis ist vergleichbar mit Smartphones, wenn digital gezoomt wird.
Bei der Mini 5 Pro soll es sich um einen echten Sensor-Crop handeln. Gepaart mit dem großen 1-Zoll-Sensor und den 50 Megapixeln sieht das Ergebnis sehr gut aus. Ich fotografiere und filme immer im 12-Megapixel-Modus, daher bleibt auch mehr Spielraum für einen sauberen Crop. Als Ergebnis erhält man im 2x-Modus eine zusätzliche Brennweite von 48 mm.
Hinweis: Es gibt auch noch einen 3x-Modus. Dort sieht man jedoch, dass es sich dann eher um einen digitalen Zoom handelt. Die Qualität des 3x-Zoom-Modus nutze ich selten, er ist aber dennoch noch in Ordnung.
Videoauflösungen
Alle drei Drohnen filmen mindestens in 4K mit 60 fps – mehr benötige ich nicht, wobei die Air 3 und die Mini 5 Pro noch höhere Auflösungen haben.
Flugstabilität
Die DJI Air 3 hat als wuchtigere und schwerere Drohne hier noch einen Vorteil. Bei höheren Windgeschwindigkeiten oder Windböen liegt sie deutlich stabiler in der Luft. Bei den leichten Minis merkt man Mikrowackler im Video, vor allem bei Motiven in der Nähe bzw. am Boden.
Dji Mini 5 Pro Bildqualität
Ich möchte in diesem Beitrag die Qualität der DJI Mini 5 Pro in Videos und Bildern zeigen. Das Footage zeigt auch den Vergleich zwischen der normalen Brennweite sowie dem 2x- und 3x-Modus.
Es sind auch Bilder und Videos mit hohen ISO-Werten dabei. Ein Nachtvideo und Fotos wurden bei ISO 3200 aufgenommen. Hier können die meisten Smartphones und Drohnen kein gutes Material mehr liefern. Die Bilder der Mini 5 Pro waren hier noch brauchbar, obwohl das Bildrauschen natürlich sichtbar ist. Trotzdem stelle ich meist auf manuelle Belichtung um, damit der niedrigste ISO-Wert von 100 genutzt wird.
Hinweis
Das aufgenommene Videomaterial zeigt spannende Orte an Rhein, Mosel, Saar, in den Alpen und in der Schweiz. An vielen dieser Orte war eine Drohnenfreigabe erforderlich, meist aufgrund von Vogel- oder Naturschutzgebieten. Ich habe hierfür jeweils eine entsprechende Freigabe beantragt und erhalten. Die unterschiedlichen Orte werden in mehreren Videos gezeigt.
Flug mit der DJI Mini 5 Pro an der Burgruine Hammerstein
Dieses Video nimmt euch mit zur ältesten Burgruine am Mittelrhein, der Burg Hammerstein. Erbaut im 10. Jahrhundert, sind aktuell nur noch ein Rundturm und einige Mauern zu sehen.
Die Burg liegt am Rande eines Weinbergs und des Ortes Hammerstein direkt über dem Rhein. Rund um die Burgruine liegt das FFH-Gebiet „Rheinhänge zwischen Unkel und Neuwied“. Hier benötigt man eine Freigabe der unteren Naturschutzbehörde. Diese prüft jeweils, ob eine Genehmigung möglich ist. Für einen Termin hatte ich hier eine Freigabe für einen Flug im Herbst, außerhalb der Brutzeit seltener Vögel wie Falken oder Uhus.
Unterhalb der Burg am Hang kann man mit der Drohne ohne Erlaubnis aufsteigen, die Entfernung zum Rundturm beträgt jedoch rund 100 Meter. Dadurch ist dieser nur sehr klein zu sehen. Mit dem 2x- und 3x-Zoom-Modus kann man das Motiv – hier den Turm – deutlich näher heranzoomen und filmen. Das ist einfach ein super Feature.
Fazit
Die DJI Mini 5 Pro ist für mich eine geniale Drohne. Ihre absoluten Killer-Features sind der 1-Zoll-Sensor und der hervorragende 2x-Zoom-Modus. Aber ich habe auch etwas zu meckern: Die mitgelieferte Objektivabdeckung gefällt mir nicht. Ich finde Sie zu fummlig zu befestigen. Ich habe mir daher eine etwas einfachere Halterung bestellt. Aber das ist natürlich kein relevantes Problem und soll die Leistung der grandiosen Dji Mini 5 Pro nicht schmälern.

























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